Vereinbarungen

für alle „TanzleiterInnen in MentorInnenschaft“

 

Der Name „Tänze des Universellen Friedens“

Die Tänze hatten im Laufe ihrer Geschichte verschiedene Namen; heute werden sie offiziell Tänze des Universellen Friedens genannt. Murshid Samuel K. Lewis benutzte auch andere Bezeichnungen wie Derwischtänze, Mantrische Tänze, Sufitänze, Christliche Tänze, Engeltänze, Mysterientänze, Spirituelle Tänze. Er bezog sich auf das Gesamtmaterial dieses Werks als „Tänze des Universellen Friedens“… „Ich lehre Tänze des Universellen Friedens (Samuel L. Lewis, 1)

Achtung vor den Tänzen

“Leiter in Mentorenschaft“ geloben, die Integrität der Tänze und Gänge, die von Murshid Samuel L. Lewis und den Nachfolgern dieser Transmissionslinie erschaffen wurden, zu achten. Tanzleiter werden gebeten, die Tänze erst in der Form zu lernen, wie sie ursprünglich waren und von ihren Urheber übermittelt wurden und die Bitte derer zu achten, die ausdrücklich darum gebeten haben, ihre Tänze nicht zu verändern. Diesem Anliegen liegt die Absicht zugrunde, die Transmission der heiligen Worte so wie sie durchgekommen sind, klar fühlen zu können, selbst wenn es gelegentlich nötig sein sollte, einen Tanz zu verändern, um ihn an bestimmte Umstände und Bevölkerungsgruppen anzupassen (z.B. in der Arbeit mit Kindern, Älteren oder Behinderten).

Die Entscheidung über die Erlaubnis, fortgeschrittenere Tänze und Zyklen in der Öffentlichkeit zu repräsentieren, liegt direkt bei deren UrheberInnen oder aber den jeweiligen MentorInnen, wenn diese die Erlaubnis der UrheberInnen haben.

TanzleiterInnen haben grundsätzlich keine Erlaubnis, Zikr zu leiten. Zikr ist eine Übung der Sufilinie. Die Erlaubnis, diese Art von Klang- und Bewegungsmeditation zu leiten, kann bei den betreffenden Sufiguides eingeholt werden. Es ist keine Frage der Eigeninitiative

 

Gebrauch der Onlinebibliothek für Tanzmaterialien


Die Mitglieder der LG vereinbaren, Tanzmaterialien aus der Online-Bibliothek nur für den eigenen Gebrauch herunterzuladen und können diese Unterlagen bei Bedarf mit anderen TanzleiterInnen und MusikerInnen teilen.

Mitgliedsbeiträge der LG

Voraussetzung für die aktive Mitgliedschaft ist die Zahlung der jährlichen Mitgliedsbeiträge. (Anmerkung: Aus praktischen Gründen beinhaltet die Zahlung der Mitgliedsgebühren der eigenen Tanzregion in den meisten Fällen die betreffenden LG-Mitgliedsgebühren, die dann im Auftrag der Mitglieder von der Region ans DUP International überwiesen werden. Ansonsten können die Mitgliedsbeiträge über die Website der DUP International direkt an diese Organisation gezahlt werden. Für weitere Informationen siehe Joining Your DUP Region.

In finanziellen Härtefällen können die Mitgliedsgebühren ganz oder teilweise aus einem Fond übernommen werden, der aus Spenden dafür eingerichtet wird

Logo-Richtlinien

Das Logo mit dem Herzenskreis kann von allen Mitgliedern der LG benutzt werden, wie auch für offizielle Geschäfte des Vereins. Bitte überprüfe noch einmal die Grundsätze Das Logo der Tänze des Universellen Friedens, bevor Du das Logo benutzt.

Ethikgrundsätze

Ethische Richtlinien

  1. 1. Wir erkennen an, dass wir alle von den weniger gesunden Teilen unseres individuellen Selbst und der uns umgebenden Kultur bezüglich Geld, Sex und Macht, betroffen sind. Aus Respekt vor den Tänzen des Universellen Friedens, vor uns selbst und vor denen, die mit uns tanzen, betrachten wir uns selbst als verantwortlich dafür, jederzeit in der höchstmöglichen ethischen Weise zu handeln. Das betrifft uns alle gleichermaßen und niemand ist von diesen gesellschaftlichen Einflüssen frei. Wir erkennen ebenso an, dass Fehler und Missgeschicke passieren. Im Hinblick darauf werden wir unseren eigenen Prozess der Heilung und Hingabe an das Einzig-Seiende fortsetzen. Wir werden die grundlegenden Ethischen Richtlinien, die allen sakralen Wegen gemeinsam sind, aufrechterhalten.

    2. In unseren persönlichen Beziehungen geloben wir, sehr sensibel auf deren Dynamik zu achten, insbesondere wenn ein Machtungleichgewicht bestehen könnte oder wahrgenommen wird. Wir versprechen, unsere Rollen als LeiterInnen oder MentorInnen von Manipulation und Gefälligkeiten freizuhalten, die andernfalls nicht freiwillig gegeben worden wären. Als TanzleiterInnen geloben wir, einheitlich die Sicherheit des ganzen Kreises zu halten, indem wir uns bewusst machen, dass unsere persönlichen Verbindungen mit TeilnehmerInnen des Kreises dem Kreis als Ganzes dienen sollen.

    3. Die Tänze sind eine spirituelle Praxis, die viele Qualitäten in uns erwecken kann, einschließlich romantischer und sexueller Gefühle. Als LeiterInnen und LehrerInnen verstehen wir, selbst wenn diese Gefühle aufkommen, nicht nach ihnen zu handeln. Wir geloben, während einer Tanzveranstaltung oder eines Retreats keine sexuelle oder romantische Beziehung mit TeilnehmerInnen des Kreises einzugehen. Wir handeln in keiner Weise, die von der Ungeschütztheit irgendeines Teilnehmers profitieren könnte.
    4. MentorInnen versprechen, sich jeglicher sexueller Beziehung mit ihren Mentees zu enthalten. Die MentorInnenschaft soll einvernehmlich beendet werden und der Mentee soll einen neuen Mentor gefunden haben, bevor MentorIn und Mentee entscheiden, eine romantische oder sexuelle Beziehung zu erforschen.

    5. Im Umgang mit Geld geloben wir, sehr gewissenhaft und ehrlich zu sein und geben unser Bestes, bezüglich Abgaben oder Beträgen, die wir als angemessene Kompensation für Zeit, Ausgaben und Reisen in Verbindung mit Tanzleitung und MentorInnenschaft fordern.

    6. In unserer Kommunikation miteinander und mit TeilnehmerInnen geloben wir, offen und ehrlich zu sein und uns um klare, respektvolle, direkte Kommunikation zu bemühen.

    7. Wir geloben, keine Drogen zu nehmen oder während des Anleitens in irgendeiner Tanzveranstaltung durch Drogen beeinflusst zu sein.

    8. Sollten ethische Schwierigkeiten entstehen, geben wir unser Bestes, um sie zu lösen. Das beinhaltet unter anderem Selbsterforschung, aufmerksames Zuhören, gewandte Rede, Bitten und Empfangen von Führung und Unterstützung und das Praktizieren von Auslöschung. Wann immer ethische Probleme entstehen, unabhängig davon, ob wir derjenige sind, der sich in einer Angelegenheit sorgt oder derjenige, um dessen Verhalten es geht, vereinbaren wir, uns mit unserem Mentor über Führung und Objektivität zu beraten.

    9. Wir vereinbaren, ethische Schwierigkeiten in Übereinstimmung mit den Ethikgrundsätzen zu klären.


Ethik-Vorsitzender

Die MG GC und der spirituelle Leiter der MG wählen aus den Mentoren einen Vorsitzenden (oder wenn es sinnvoll erscheint zwei Vorsitzende), dem alle Missbrauchsvorkommnisse oder Verletzungen Ethischer Richtlinien mitgeteilt werden. Der Ethikvorsitzende wird jährlich durch die MTG GC in Abstimmung mit dem Spirituellen Leiter bestätigt.

 

Verfahren für ethische Beschwerden

1. Im Interesse der Anerkennung und der Unterstützung der Fähigkeit örtlicher Gemeinschaften ermutigen wir jeden , der Bedenken hinsichtlich des ethischen Verhaltens eines Mitglieds der LG hat, sich direkt an die betreffende Person zu wenden und zu versuchen, das Problem mit Unterstützung lokaler Ressourcen gemeinsam zu lösen. Sollten die Bemühungen, eine einvernehmliche Lösung zu finden fehlschlagen, fordern wir die betroffene Person auf, dies mit ihrem Mentor zu besprechen und mit dem Ethikvorsitzenden ein Vorgespräch über die betreffende Angelegenheit in Betracht zu ziehen, bevor entschieden wird, ob eine offizielle Beschwerde über Ethikverletzung eingereicht wird.

2. Wenn eine Entscheidung für eine offizielle Beschwerde getroffen wird, wird diese beim Ethikvorsitzenden eingereicht, der den MTG GC und die betreffenden MentorInnen informiert.

3. Der Ethikvorsitzende fragt die entsprechende Person, ob versucht wurde, die Angelegenheit direkt mit der betroffenen Person zu besprechen und das Problem gemeinsam zu lösen, und ob seitens ihrer eigenen MentorInnen um Unterstützung gebeten wurde. Wenn das nicht geschehen ist, wird der Ethikvorsitzende sie dazu ermutigen. Auf Wunsch bietet der Vorsitzende Beratung und Vorschläge für einen Vermittler zur Konfliktlösung oder Mediation an.

4. Sollten die oben genannten Schritte zu keiner Lösung führen, entscheiden der MTG GC Vorsitzende und der Ethikvorsitzende über die Bildung eines Komitees.

5. Das Ethikkomitee besteht aus dem Mentor und dem spirituellen Lehrer der Personen, um die es geht (vorausgesetzt, sie haben einen), dem Ethikvorsitzenden und einem anderen MTG-Mitglied. Das Komitee wird jede Situation mit der Hoffnung auf eine kreative Lösung zum Wohle aller Beteiligten angehen.

6. Wenn jemand zu irgendeinem Punkt des oben genannten Ablaufs unzufrieden ist, kann er darum bitten, zum nächsten Schritt überzugehen

7. Weder das MTG noch das Ethikkomitee sind gesetzliche oder gesetzesähnliche Körperschaften. Wir arbeiten auf der Basis von Vertrauen, Zusammenarbeit, Konsens und gegenseitigem Respekt. Wenn der Ethikvorsitzende oder das Ethikkomitee erkennen, dass gesetzliche Belange betroffen sind, werden sie die betroffenen Parteien an die entsprechenden Institutionen verweisen.
8. Alle Personen, die für das MTG arbeiten, behandeln sämtliche Berichte über Verletzungen der Ethikrichtlinien strengstens vertraulich, in dem Bewusstsein, dass die oben genannten Personen (MentorInnen, Ethikvorsitzende/r MTG GC Vorsitzende/r, spirituelle/r LeiterIn u.a.) beteiligt sind und diese Information ebenfalls vertraulich behandeln.

Bemerkung: Tanzleiter können diese ethischen Richtlinien bei regelmäßigen örtlichen Treffen oder anderen fortlaufenden Kursen der Tänze des Universellen Friedens und Gehkonzentrationen zur Verfügung stellen.

 

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